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Wie Prognosemärkte funktionieren, wie ein Call bewertet wird und was eine öffentliche Bilanz beweist.

Superforecaster: Was sie messbar besser machen

Ein Superforecaster ist jemand, der bei Hunderten überprüfter Fragen zu den besten 2 Prozent nach Treffgenauigkeit gehörte und dieses Leistungsniveau dauerhaft hielt. Der Begriff entstammt einem wissenschaftlichen Forschungsturnier und keiner Marketingabteilung. Der messbare Vorsprung beruht auf besserer Kalibrierung, klarerer Trennung von Wahrscheinlichkeiten und leicht erlernbaren Arbeitsgewohnheiten. Nichts davon erfordert angeborenes Ausnahmetalent.

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Die US-Midterms 2026 an den Prognosemärkten

Die US-Halbzeitwahlen (Midterms) finden am Dienstag, den 3. November 2026 statt. Am 4. September 2026 taxierte Polymarket die Gewinnchancen der Demokratischen Partei im Repräsentantenhaus auf 89,5 Cent und im Senat auf 51,5 Cent, bei einem Handelsvolumen von 10,1 Millionen bzw. 4,1 Millionen US-Dollar. Die nationalen Umfragedurchschnitte deuten beim Repräsentantenhaus in dieselbe Richtung. Das Rennen um den Senat hingegen ist völlig offen.

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Verifizierbare Prognose-Bilanz aufbauen: Anleitung

Eine Prognose-Bilanz ist glaubwürdig, wenn vier Kriterien gleichzeitig erfüllt sind. Jeder Call wurde vor dem Ereignis veröffentlicht. Der Zeitstempel stammt von einer unabhängigen dritten Partei. Nachträglich kann nichts bearbeitet oder gelöscht werden. Und jeder Call, einschließlich der Fehlprognosen, wird an einer öffentlichen Benchmark gemessen. Fehlt nur eines dieser Kriterien, handelt es sich lediglich um eine Auswahl von Höhepunkten.

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Vorhersagen mit Zeitstempel beweisen: Methoden im Vergleich

Es gibt sechs praxistaugliche Methoden, um den Zeitpunkt einer Vorhersage nachzuweisen: ein Screenshot, ein öffentlicher Beitrag, ein veröffentlichter kryptografischer Hash, ein in Bitcoin verankerter OpenTimestamps-Nachweis, eine Transaktion auf einer Blockchain oder eine bewertete Prognoseplattform. Sie unterscheiden sich in einem entscheidenden Punkt jenseits von Kosten und Technik: Ob der Nachweis erhalten bleibt, wenn man ihn lieber löschen würde, und ob er auch die Fehlprognosen offenlegt.

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Wann liegt der Markt falsch? Sechs Situationen

Ein Marktpreis an einem Prognosemarkt ist im Durchschnitt ein harter Maßstab, an bestimmten Stellen jedoch erstaunlich weich. Am leichtesten schlagbar ist der Preis, wenn kaum jemand den Markt handelt, wenn die Information abseits typischer Händlerströme liegt, wenn die Antwort Fachwissen hinter verschlossenen Türen erfordert, wenn der Regeltext vom Titel abweicht, an den Rändern der Wahrscheinlichkeitsskala und dort, wo der Preis selbst das Verhalten der Akteure beeinflusst. In allen anderen Fällen sollte man davon ausgehen, dass der Marktpreis stimmt.

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Was bedeutet eine 34-Prozent-Chance wirklich?

Eine 34-Prozent-Chance bedeutet, dass bei einer großen Anzahl von Aussagen mit demselben Vertrauensgrad etwa 34 von 100 eintreffen. Es handelt sich um eine Aussage über eine Gruppe von Ereignissen, nicht über einen isolierten Einzelfall. Tritt das Ereignis ein, war die 34-Prozent-Prognose nicht falsch. Sie besagte lediglich, dass dies in rund einem Drittel aller Fälle geschieht, und ein Drittel ist ein häufiges Vorkommnis.

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Wie präzise sind Prognosemärkte? Daten und Studien

Prognosemärkte liefern präzise Wahrscheinlichkeiten, wenn sie über tiefe Liquidität und kurze Zeithorizonte verfügen. Fehlen diese Bedingungen, sind sie unzuverlässig. In einem plattformübergreifenden Datensatz aufgelöster Märkte bis zum 14. Oktober 2025 erreichte Polymarket einen Brier-Score von 0,1652 und Kalshi 0,1982, verglichen mit 0,25 bei reinem Raten mit 50 Prozent. Bei der US-Wahl 2024 zeigte eine Studie jedoch, dass nur 67 Prozent der Polymarket-Märkte den späteren Sieger über 50 Prozent handelten.

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Wie Prognosemärkte auflösen: Regeln und Konflikte

Ein Prognosemarkt löst auf, wenn jemand das Ergebnis vorschlägt und niemand erfolgreich Einspruch einlegt. Auf Polymarket läuft dieser Vorschlag über das optimistische Orakel UMA: Der Einreicher hinterlegt eine Sicherheitsleistung von 750 US-Dollar in USDC.e, woraufhin eine zweistündige Einspruchsfrist beginnt. Bleibt ein Einspruch aus, zahlen die siegreichen Anteile je 1 Dollar aus. Bei einem Einspruch entscheidet eine Token-Abstimmung, die deutlich länger dauert und mitunter unerwartet ausgeht.

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